Vestibularsyndrom & Schlaganfall beim Hund – persönliche und naturheilkundliche Begleitung


Naturheilkundliche Unterstützung beim Schlaganfall und Vestibularsyndrom Hund


Nun sind schon wieder so viele Wochen ins Land gegangen und ich habe irgendwie gar nicht berichtet, wie es mit Layla und ihrem Gesundheitszustand weiterging.

 

Um es vorweg zu nehmen - bis auf eine kleine Einschränkung des linken Vorderbeins und leichter Veränderungen des Wesens hat Layla nichts Gravierendes von ihrem Schlaganfall zurück behalten :-)

 

Sie ist mittlerweile 14 Jahre alt und rennt wie ein Wirbelwind durch Sand, Wald, Feld und über Wiesen und ist immer noch begeisterte Mäuse- und Maulwurf-Finderin .. 

 

Unten ein kurzes Video - aufgenommen etwa 1 Monat nach ihrem Schlaganfall. 


Layla - auch "kleiner schwarzer Hund" genannt - an der Elbe:


Was kann ich als Tierheilpraktikerin unterstützend tun? Kräuter, "Mittelchen" und Ernährung


Oben im Video sieht man, wie das Ergebnis einer umfassenden Unterstützung aussieht - der Lohn der Arbeit sozusagen.
Und ich finde, die Wochen, in denen ich intensiv mit Layla gearbeitet habe, haben sich echt bezahlt gemacht.


Ich habe sie mit durchblutungsfördernden Kräutern unterstützt - zusätzlich zu den schulmedizinischen Medikamenten. I
Ich habe ihre Ernährung noch einmal genauer angepasst auf ihren Zustand .. es gab z.B. etwas andere Öle als vorher.. es gab mehr magenschonende Gemüsesorten wie Fenchel, weil die Medikamente gerade beim Hund oft auf den Magen gehen und zu Unwohlsein und Reizungen im Magen führen.

Dazu noch alles, was dem Nervensystem gut tut und die Neubildung der Nerven-Wege unterstützt.


Ganz wichtig war - ich habe für einige seeeehr lange Tage in der akuten Phase alles an Futtermitteln angeschleppt und ausprobiert, weil Layla ihr Essen komplett verweigert hat .. da gabe es dann auch wirklich Sachen in nicht so toller Qualität, weil es erst einmal wichtig war, dass sie frisst.

Das wirklich hilfreiche Mittel war dann eine Idee meiner Tierärztin, die einfach ein paar Tage niedrig dosiert Cortison verschrieben hat, weil das den Appetit anregt - und es hat funktioniert.

Danach gab es auch wieder gesunde Kost :-D 

 

Die Durchblutungsförderung bleibt auch jetzt nach einem halben Jahr immer noch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und Behandlung. 


Was kann ich als BesitzerIn tun? Bewegung, Bewegung und noch mehr Bewegung


Das, was mir in dieser Zeit am schwersten fiel, war, zuzusehen, wie ein sehr sehr (sehr sehr!) agiler Hund plötzlich nicht mehr eigenständig und richtig mobil sein konnte.
Zuzusehen und nicht einzugreifen, wenn sie nicht geradeaus von A nach B laufen konnte, wenn sie umfiel und wenn sie Probleme beim Aufstehen hatte.. Puhh.. jetzt im Rückblick kommen mir da wieder die Tränen.

 

Aber das eigenständige Erlernen neuer Bewegungsabläufe ist extrem wichtig - beim Schlaganfall sind Wege im Gehirn außer Gefecht gesetzt, die nun neu verdrahtet und verknüpft werden müssen - das funktioniert nur, wenn der Körper die Chance dazu hat.
Und da muss man als "Hundemutti/Hundepapi" echt die Zähne zusammenbeissen und es aushalten, nicht einzugreifen.

 

Dafür konnte ich mein "Helfen wollen" an anderer Stelle austoben - Ich habe mir ihr täglich geübt - erst war es aufstehen und stehen bleiben.. einfache Übungen "Sitz zund Steh".. dann gezieltere eigene Schritte - Leine ans Geschirr und etwas halten (es hatte ein bisschen was von der Augburger Puppenkiste .. lach).. und das mehrfach täglich.

Später dann einfach im Garten "trudeln" lassen (immer begleitet und gesichert) und kleine Übungseinheiten wie "um Dinge herumgehen", sich drehen etc..

 

Zusätzlich habe ich mit Igelbällen, Massage-Rollern und einem Novafon leichte Anreize gesetzt, um die Nerventätigkeit anzuregen, habe verspannte Muskulatur massiert, den Körper passiv bewegt und und und.. 

Stück für Stück konnte Layla sich so ihre Bewegungsfähigkeit und Eigenständigkeit zurück erobern - und jetzt rennt sie fast wie früher.

Gerade das Thema Bewegung fördern kann man als HundehalterIn sehr gut selbst Zuhause anwenden und seinem Hund damit wirklich etwas Gutes tun - auch bei Hunden, die vom Vestibularsyndrom betroffen sind.

 

Selbst wenn eine Diagnose und Erkrankung schlimm aussieht oder sich schlimm anfühlt - es gibt immer etwas, das du tun kannst! Und das macht es wirklich leichter :-)

Und wenn ich dir zeigen soll, was du in so einem Fall selbst tun kannst und wie er ganzheitlich begleitet werden kann - sowohl bei einem Vestibularsyndrom also auch bei einem Schlaganfall - sprich mich gerne an. 



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